Luftfahrt

König Willem-Alexander interessiert sich sehr für die Luftfahrt. 1985 erwarb er den Pilotenschein als Privatflugzeugführer 2. Klasse und 1987 den Pilotenschein B3. Während seiner Zeit als Student legte er bereits die theoretische B1- und B2-Prüfung ab. Deshalb konnte er als Freiwilliger Flüge für die medizinische Hilfsorganisation African Medical Research and Education Foundation (AMREF) und den Kenya Wildlife Service durchführen.

Seit 1989 ist König Willem-Alexander berechtigt, mehrmotorige Düsenflugzeuge zu führen. Er ist im Besitz des Großen Militärpilotenscheins, der ihm 1994 von Prinz Bernhard überreicht wurde. 2001 hat er die Airline Transport Pilot License (ATPL) erworben. Zur Erhaltung seiner Flugpraxis fliegt er regelmäßig als Gastpilot für KLM Cityhopper. Bis Mitte 2017 lenkte er entweder die Regierungsmaschine PH-KBX oder eine Fokker 70 aus der regulären Flotte.

Der König hat sich zur Jahresmitte 2017 für die Führung einer Boeing 737 qualifiziert und die entsprechende Lizenz im Juni desselben Jahres erworben. Damit kann er weiterhin als Gastpilot bei KLM tätig sein. Diese Entscheidung erfolgte bereits vor Beginn des Ausschreibungsverfahrens für ein Nachfolgemodell der Regierungsmaschine und steht nicht damit in Zusammenhang.

Die Fluggesellschaft KLM Cityhopper, die aktuell die Regierungsflüge durchführt, hat angekündigt, den Einsatz von Fokker-70-Maschinen (FK70) Ende 2017 einzustellen. Infolge dieses Beschlusses wird ab Mitte 2017 nicht genügend Personal (Piloten, Bodenpersonal etc.) für die Regierungsmaschine zur Verfügung stehen, um eine ausreichende Besatzungsstärke vorzuhalten und die Wartung sicherzustellen. Mit Schreiben vom 4. April 2017 hat die Ministerin für Infrastruktur und Umwelt dem Parlament mitgeteilt, dass sich die Regierung für eine Boeing 737 Business Jet als neues Regierungsflugzeug entschieden hat. Es erhält das Kennzeichen PH-GOV und wird voraussichtlich Anfang 2019 ausgeliefert.

Die Regierungsmaschine ist Eigentum der Regierung und wird hauptsächlich von Kabinettsmitgliedern und deren Delegationen genutzt.