Königin Beatrix (1938)

Königin Beatrix regiert von 1980 bis 2013. Nach der Ankündigung ihrer Abdankung würdigt Ministerpräsident Rutte Beatrix in einer Ansprache als allseits respektierte und außergewöhnlich engagierte Königin mit einem reichen Wissensschatz und großer persönlicher Anteilnahme.

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Königin Beatrix, 1980.

Zum Ende ihrer Regentschaft verändert sich die Rolle des Monarchen bei der Regierungsbildung. Seit 2012 liegt die Federführung in diesem Prozess nicht mehr beim König (bzw. bei der Königin), sondern beim Abgeordnetenhaus. Nach der Verfassung ernennt und entlässt der König die Minister und Staatssekretäre durch Königlichen Erlass – gegengezeichnet vom Ministerpräsidenten –, und sie werden in seinem Beisein vereidigt. Aufgrund dieser in der Verfassung verankerten Aufgabe sowie auf Wunsch des Abgeordnetenhauses kann der König bei der Bildung einer neuen Regierung nach wie vor regelmäßig über das Geschehen informiert werden. Bei der Regierungsbildung nach den Parlamentswahlen im Jahr 2012 kamen diese Neuerungen zum ersten Mal zum Tragen.

1966 heiratet Prinzessin Beatrix den deutschen Diplomaten Claus von Amsberg. Das Paar bekommt drei Söhne: Willem-Alexander (1967), Johan Friso (1968–2013) und Constantijn (1969). Prinz Claus stirbt am 6. Oktober 2002. Ab 1981 lebt die Familie im Schloss Huis ten Bosch in Den Haag; Königin Beatrix nutzt Palais Noordeinde als Amtssitz. Nach ihrer Abdankung zieht sie wieder zurück ins Schloss Drakensteyn in Lage Vuursche, wo sie bis 1981 gewohnt hatte.