Prinz Johann Wilhelm Friso (1687–1711)

Prinz Johann Wilhelm Friso folgte 1696 seinem Vater als Statthalter in Groningen und Friesland nach. Als 1702 der Statthalter in der Republik und König von England, Schottland und Irland, Wilhelm III., kinderlos starb, machte er Johann Wilhelm Friso zu seinem Universalerben. Dieser nahm daraufhin den Titel Prinz von Oranien an.

Der Preußenkönig Friedrich I., ein Enkel Prinz Friedrich Heinrichs, focht dieses Testament unter Hinweis auf das Testament seines Großvaters an. Auch er nahm den Titel Prinz von Oranien an. Die Erbfrage sollte durch Verhandlungen in Den Haag geklärt werden, doch dazu kam es nicht mehr: auf dem Weg dorthin ertrank Johann Wilhelm Friso bei der Überfahrt über das Hollands Diep.

Johann Wilhelm Frisos Witwe, Marie Luise von Hessen-Kassel (1688–1765) verteidigte entschlossen die Interessen des Hauses Oranien-Nassau. Erst 1732 kam es im Erbstreit zu einer Einigung mit den preußischen Verwandten.